TIROL - Westendorf - Alpinolino

Tour: Alpinolino
Region:
Westendorf / Kitzbüheler Alpen
Charakter: Familien-
und Nordic Walking Tour
Dauer:
4 - 5 Stunden
Höhendifferenz:
70 m - Murmeltierrallye, 100 m - Nordic Walking, 530 m - Rätseltour (nur Abstieg)
Charakter: Murmeltierrallye, Nordic Walking und Tierische Rätseltour
Anreise: von Wörlg oder Kitzbühel kommend auf der B170 bis zur Talstation der Alpenrosenbahn,


In Westendorf bei der Talstation der Alpenrosenbahn erwartet der Schlauberger vom Alpinolino bereits wissenshungrige kleine und grosse Wanderer, die zu einem sportlichen und spannenden Tag eingeladen werden.

Mit der Alpenrosenbahn gelangt man von Westendorf hinauf zur Choralm. Neben einem Wander- und Nordic Walking Eldorado bietet das Alpinolino mit der Murmeltierralley und der „Tierischen Rätseltour“ speziell für Kinder ein buntes und abwechslungsreiches Programm.

Während der Bergfahrt weitet sich ein schöner Blick ins Tal aus. Westendorf, im Brixental, wurde wahrscheinlich schon vor mehr als 3.200 Jahren erstmals besiedelt. Das Gebiet war in der Vergangenheit von verschiedenen Fürsten- und Herzogtümern umkämpft, da es hier reichhaltige Bodenschätze wie Kupfer, Pyrit, Kobalt und Nickel gab.

Auf der Bergstation Talkaser angelangt können sich die Kinder gleich einmal in ihrer Geschicklichkeit ausprobieren. Eine Kletterwand lädt zum Vergleich mit verschiedenen Kletterkünstlern der heimischen Alpenwelt ein. Je nach Schwierigkeitsgrad klettert man wie ein Baummarder, ein Eichhörnchen, eine Gemse oder gar wie ein Steinbock.

Nur wenige Meter von der Bergstation entfernt wartet bereits die Murmeltierstation. Über-Lebensgrosse Nachbildungen von Murmeltieren ermöglichen hier einzigartige Spiel-, Lern- und Naturerfahrungen.

Bei der Drehwürfelstation ist Kombinationssinn gefragt. Neben dem Murmeltier sind beispielsweise das Eichhörnchen, der Steinmarder und der Schneehase in die passende Reihe zu bringen.

Nach einem kurzen Anstieg werden die Duftorgel und die Tastbox erreicht. Durch einen Griff in die Aushöhlungen der Tastbox kann man in Körperkontakt mit der Alpentierwelt treten. Das Murmeltier lässt sich die Pfote drücken und das Fell streicheln. Errät man nicht gleich welcher Geselle sich verbirgt, informiert eine Tafel über das erfahrene Tasterlebnis.

Durch drücken der Knöpfe auf der Duftorgel lässt sich Geruchskontakt mit Alpentieren- und pflanzen aufnehmen. Man kann hier „erschnüffeln“ wie die saftigen Alpenkräuter, welche die Hauptnahrung der Murmeltiere sind, duften. Der Rotfuchs, welcher der Hauptfeind des Murmeltiers ist, strömt auch seinen intensiven Duft aus.

Die Murmeltierrallye ist einerseits zur Erforschung der Welt der Murmeltiere und seiner Artgenossen mit den eigenen Sinnen gedacht, andererseits kann man aber auch das Wandererlebnis in den Kitzbühler Alpen geniessen. Den Gampenkogel (1.957 m) im Rücken führt der Wanderweg weiter zur nächsten Erlebnisstation.

Von der Murmeltierbeobachtungsstation aus kann man mit ein bisschen Glück die liebenswerten Alpenbewohner „live“ erleben. Es steht auch ein Fernrohr zur Verfügung. Eine Tafel informiert über das Leben von Murmeltieren in den verschiedenen Jahreszeiten. Die Einheimischen sprechen übrigens liebevoll von „Manken“.

Die kurzweilige Wanderung führt weiter zum „Panoramatisch“. Mit dem Fernrohr oder blossen Augen kann man hier einen weiten Ausblick in die Bergwelt geniessen. Von den Kitzbühler Alpen sieht man den Gaisberg. Weiters die Fieberbrunner Berge, den Pengelstein, das Wiesbachhorn und das Kitzsteinhorn.

Bei der Laufstation heisst es dann „Gas geben“. Eine elektronische Zeitmessung ermöglicht auf einer Laufstrecke von 15 Metern die exakte Geschwindigkeits-messung. Ein sportliches Vergnügen ist diese Station allemal, und das nicht nur für Kinder.

Ein Vergleich mit den Laufkünstlern in der Tierwelt wird an dieser Station anschaulich dargestellt. Während die Weinbergschnecke nur 0,05 Kilometer pro Stunde zurücklegt, bringt es der Gepard auf eine erstaunliche Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. Vergleichen kann man sich auch mit dem Rennpferd, dem Dachs oder den eigenen Artgenossen.

In der Alpenwelt gibt es auch eine Vielzahl von interessanten Geräuschen. Der wahrliche „Superklopfer“ ist wohl der Specht. Mit seinem langen Schnabel hämmert der „Zimmermeister“ auf den Waldbäumen herum. Mit einer kleinen Unterstützung wird der Alpinolino-Specht zum Leben erweckt.

Der Specht klopft mit seinem kantigen, langen Schnabel Bruthöhlen in Bäume. Eine ganz besondere Dämpfung im Kopf des Spechtes sorgt für kopfschmerzfreies arbeiten. Spechte ernähren sich von den Insekten, die sie unter den Baumrinden finden. Die Vögel sind ausserdem auch ausgezeichnete Klettermeister.

Beim Weitspringen können die Sprungkünste getestet werden. Ob man so weit wie eine Maus, ein Marder, ein Hase oder gar so weit wie der Fuchs, das Eichhörnchen oder das Reh springt das lässt sich hier, auf einer eigenen Markierung, ganz rasch feststellen.

Die Geschicklichkeit eines Menschen hängt unter anderem von einem guten Gleichgewichtssinn ab. Kinder absolvieren diese Station oft besser als Erwachsene, die den Gleichgewichtssinn weniger oft benützen. „Nicht auf die Nase fallen“ heisst es beim gehen über kippende Holzstege, drehende Hölzer und kippende Blumen.

Das Funktionieren des Gleichgewichtssinnes ist ein sehr kompliziertes System. Die eigentlichen Gleichgewichtsorgane befinden sich im Innenohr. Mit Tast- und Sinnhaaren werden ständig Informationen über Nerven ins Gehirn gesendet. Auch die Augen, das räumliche Gehör und die Muskeln, Sehnen und Gelenke helfen das Gleichgewicht zu bewahren.

Nach der Murmeltierralley kann man sich bei einer Rast im Bergrestaurant Talkaser stärken und dabei die Aussicht geniessen. Ein angrenzender Spielplatz sorgt dafür, dass bei den Kindern sicher keine Langeweile aufkommt.

Direkt bei der Bergstation Talkaser beginnt ein Nordic Walking Trail. Ausser Nordic Walking Stecken und Sport- oder Wanderschuhen braucht man für diese moderne Sportart keine weitere Ausrüstung.

Vorbei an farbenprächtigen Hahnenfusswiesen führt der Weg zunächst eher flach auf einer Forststrasse entlang. Beim Abzweig geht es geradeaus weiter Richtung Einködlscharte, Kreuzjöchlsee.

Das Panorama des Wilden Kaisers dominiert auf dem ersten Teil der Walking Strecke. Der Weg hier auf der Choralpe eignet sich auch für Beginner des Nordic Walking, da kaum Höhenmeter zu bewältigen sind. Beim Nordic Walking werden im Gegensatz zum gewöhnlichen Bergwandern nicht nur die Beinmuskeln, sondern vor allem auch die Rumpf- und Schultermuskulatur trainiert.

Nach einem kurzen Anstieg walkt man zunächst flach geradeaus auf dem „Alpine High Trail“ und dann leicht abfallend Richtung Kreuzjöchlsee. Besonders konditionsstarke Walker können die „Alpine Top Walking“ Variante wählen und über den Gampenkogel gehen.

Die richtige Technik ist beim Nordic Walking sehr wichtig. Am besten nimmt man an geführten Nordic Walking Touren teil, welche vom Tourismusverband angeboten werden. Die alpine Höhenluft unterstützt die positive Wirkung des Nordic Walking in jedem Fall noch zusätzlich.

Da viele Menschen in der heutigen Zeit nicht „richtig“ Gehen, ist das Nordic Walking auch eine Möglichkeit seine Gehtechnik zu verbessern. Wichtig ist, dass der rechte Arm und das linke Bein, sowie der linke Arm und das rechte Bein sich immer in die gleiche Richtung bewegen. Dadurch erst wird gehen im Gleichgewicht und mit ausreichender Drehung im Körper möglich.

Eine Umrundung des Kreuzjöchlsees sollte man sich nicht entgehen lassen. Die wichtigsten Vorteile von Nordic Walking sind übrigens eine Reduktion der Belastung der unteren Extremitäten, eine Kräftigung der Rumpf- und Schultermuskulatur, optimale Fettverbrennung und eine Erhöhung der koordinativen Fähigkeiten.

Der Kreuzjochsee lädt zu einer idyllischen Rast ein. Der See dient im Winter als Wasserspeicher und ist auch im Sommer, wie die meisten Bergseen, erfrischend kühl. Ein kurzes Fussbad regt den Kreislauf nach der erfolgreich bewältigten Wanderung in jedem Fall wieder an.

Vom Kreuzjochsee walkt man nun den gleichen Weg zurück, oder man geht weiter zur Brechhornhütte und von dort auf der Forststrasse am Hang der Choralpe zurück zur Bergstation Talkaser.

Mit der Alpenrosenbahn geht es nun hinunter zur Mittelstation. Dort wartet ein weiteres Abenteuer auf die Gäste des Alpinolino. Der Schlauberger hält auf der „Tierischen Rätseltour“ noch einige Geheimnisse über die heimische Alpenwelt bereit. Die Forscherkarte, welche man auf der Tour ins Tal noch gut brauchen wird, gibt es in den Stationen der Bergbahn kostenlos.

Von der Mittelstation führt die „Tierische Rätseltour“, vorbei an verschiedenen Rate- und Antwortstationen, hinunter nach Westendorf. Bei der ersten Ratestation gibt es neben Informationen über einen heimischen Alpenbewohner auch dessen Pfotenabdrücke zu sehen.

In die Forscherkarte können Ratemeister nun eintragen um welches Tier es sich ihrer Meinung nach handelt. Über Knopfdruck kann man auch Geräusche des gesuchten Tieres hören. Nach Bewältigung der gesamten Rätseltour kann man die ausgefüllte Forscherkarte in eine Glücksbox einwerfen und tolle Preise gewinnen.

Nach einem kurzen Stück abwärts erreicht man die erste von fünf Antwortstationen. Schlaue Füchse haben als richtige Antwort Rotfuchs in ihre Forscherkarte eingetragen. Das auch als Meister Reineke bekannte, nachtaktive Tier lebt in Bauen unter der Erde. Bei einer Körpergrösse von bis zu 1,20 Metern kann der Rotfuchs ein Gewicht von zehn Kilo erreichen.

Vorbei am Alpengasthof Maierhof geht es weiter zur zweiten Rätselstation. Die Frage ist, welcher gemütliche Zeitgenosse, der in Höhlen lebt, ist hier gesucht? Tierlaute sollen helfen auch die Lösung des zweiten tierischen Rätsels zu finden.

Zwischen zwei Stationen kann man im Wald beeindruckende Kunstwerke an den Bäumen betrachten. Die Gegend um Kitzbühel ist für seine Tischler- und Holzschnitzkunst bekannt.

Der Schlauberger vom Alpinolino wartet bei der nächsten Ratestation schon auf seine wissbegierigen Freunde. Einen wahren Kletterkünstler gilt es hier zu erraten. Sehr fleissig soll der in den Alpen vorkommende Zeitgenosse sein. Mehr Informationen gibt es bei der drehbaren Fragetafel. Eine kleine Rechenaufgabe können schlaue Kinder in der Forscherkarte auch noch beantworten.

Von der Alm, bei der „Alten Mittelstation“, hat man einen schönen Blick zur Hohen Salve auf der anderen Seite des Brixentales.

Trampolin springen fordert nicht nur eine ganze Menge Kraft, sondern vor allem auch einen guten Gleichgewichtssinn. Eine Menge Spass macht das Trampolin bei der alten Mittelstation in jedem Fall.

Um die vierte Rätselaufgabe zu bewältigen muss man zuerst den Weg durch ein Labyrinth bewältigen. Danach heisst es ein Tier zu erraten, welches durch seine sanften Augen auffällt.

Die Lösung auf das vierte Rätsel muss aber auch noch geprüft werden. Bei jeder Antwortstation sollte man auch einen Stempel auf seiner Antwortrubrik anbringen. Der Stempel gilt als Nachweis, dass die Tour auch tatsächlich bewältigt wurde.

Bei einer „Tierischen Rätseltour“, kann man natürlich auch echte Tiere sehen. Bei der Jausenstation Zieplhof, kurz vor Westendorf, gibt es Pferde und Ponys. Die Forscherkarte kann man bei der Talstation abgeben, wo man ein kleines Geschenk erhält. Nach 17:00 Uhr wirft man die Karte in eine Glücksbox und nimmt in jedem Fall an der Preisverlosung teil.