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BURGENLAND - Heideboden - Dreiländereck / Östlichster Punkt Österreichs

 

Tour: Dreiländerecke im äußersten Osten
Geschichtsträchtige Dreiländerecke von Österreich, Ungarn und der Slowakei - zugleich der östlichste Punkt Österreichs

Region:
Nickelsdorf, Deutsch Jahrndorf, Heideboden
Charakter: Wandertour,
Einfache und leichte Wanderung mit einer langen (Nickelsdorf) und einer kurzen (Deutsch Jahrndorf) Tourvariante. Reisepass nicht vergessen!
Dauer:
6 Std. ab Nickelsdorf; 2,5 Std. ab D.Jahrndorf
Schwierigkeit: leicht

Höhendifferenz:
1-5 m Auf-/Abstieg

Streckenlänge: 21 km /ab Nickelsdorf; 8,5 km /ab D.Jahrndorf
Anreise: von Nordwesten über die A4 bis Nickelsdorf bzw. weiter bis Deutsch Jahrndorf; von Südwesten über die B50 - ab Neusiedl a. See weiter auf der A4

 

Die lange Tourvariante beginnt in Nickelsdorf, knapp vor der Grenze zu Ungarn. Idealer Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Bahnhof.

Vom Bahnhof aus folgen wir in nördlicher Richtung dem Güterweg "Nickelsdorf - Wiesmahd". Der Wanderweg ist durchgehend rot markiert und verläuft bis zur Gabelung im Söllner-Wald auf asphaltiertem Boden.

Wir überschreiten die Leitha.

Kurz nach der Leitha folgt noch der Komitatskanal.

Im Söllner-Wald stoßen wir auf eine Weggabelung und folgen der roten Markierung nach rechts Richtung Nordosten. Nun ohne den harten Aspaltboden.

Nach dem Wald folgen wir der scheinbar unendlich langen Geraden nahe der Ungarischen Grenze. Sollte es im einen oder anderen Gebüsch etwas rascheln - keine Angst - entweder sind es Feldhasen, Fasane,.... oder aber auch Bundesheersoldaten die Grenzkontrollen durchführen. Die Leute sind sehr nett und machen hier nur ihren Job.

Herrlich weite, fast meditative, Ausblicke in riesige Feld- und Anbaugebiete.

Die dritte Querung einer Wasserstrecke - der Leithagraben.

Beim Karlhof gibt es leider keine Erfrischung. Verständlich; viele Wanderer verirren sich nicht hierher.

Wunderschöne Ausblicke ins weite Land.

Optisch opulent sind auch die großen, weiten Maisfelder.

Wir gelangen zu einem wichtigen Kreuzungspunkt: - von Nickelsdorf kommend weiter geradeaus Richtung Nordosten zur Grenze - von Deutsch Jahrndorf kommend nach links - vom Dreiländereck kommend gerade weiter zurück nach Deutsch Jahrndorf oder links nach Nickelsdorf - der Alternativrückweg nach Nickelsdorf über D. Jahrndorf + Landstraße ist nicht zu empfehlen. Der Weg ist zwar rot markiert, führt aber ab D. Jahrndorf auf einer straßenverkehrsoffenen Asphaltstraße.

Die Staatsgrenze ist erreicht. Nun folgen wir dem Grenzverlauf Richtung Südosten. Ein historisch bedeutsamer Verlauf, schließlich befand sich hier vor nicht allzu langer Zeit noch der "Eiserne Vorhang".

Wir erreichen den östlichsten Punkt Österreichs. Zugleich auch Dreiländereck zwischen Österreich, Ungarn und der Slowakei.

Ein Grenzstein markiert den exakten Grenzpunkt. Interessanterweise wurde der Stein übermalt. Der Anstrich bröckelt und dahinter kommt offensichtlich der Österreichische Wappenadler zum Vorschein.

Der leicht erhobene Grenzplatz hat eine besonders starke Wirkung auf uns - möglicherweise handelt es sich um einen Kraftort. Nicht nur die historische Bedeutung, auch die verschiedenen Plastiken, die zur Erinnerung an den Fall des "Eisernen Vorhangs" und die Öffnung des Ostens hier stehen, tragen dazu bei.

Die unterschiedlichen Plastiken wurden von internationalen Künstlern erschaffen.

Kunst pur am Dreiländereck.

Bis nach Pressburg im Norden reicht die Sicht von hier.

Beim Rückweg komplettieren wir die kleine Grenzrunde. Nun Richtung Südwesten direkt an der Staatsgrenze entlang bis zum Schranken, dann weiter nach Westen zurück zur Wegkreuzung und schließlich zum Tourausgangspunkt.

 

 

Die kurze Tourvariante beginnt im ruhigen, von der Landwirtschaft geprägten Deutsch Jahrndorf. Die östlichste Gemeinde Österreichs liegt am Nordrand der Parndorfer Heide.

Vom Kirchenplatz aus wandern wir ostwärts am rot markieren Wanderweg entlang. Touristische Aktivitäten dürfte es hier kaum geben - das östliche Ortsschild von Deutsch Jahrndorf wirkt nicht sehr einladend.

Einsame und faszinierend flache und weite landwirtschaftlich genutzte Flächen kennzeichnen die Landschaft.

Eine sehr reger Tierwelt präsentiert sich hier im Grenzgebiet. Die reduzierten menschlichen Aktivitäten wirken sich scheinbar positiv auf die Tierpopulation aus.

Beim Kreuzungspunkt weiter wie bei der langen Tourvariante.