
NIEDERÖSTERREICH - Mürzsteger Alpen - Gippel

Tour: Gippel
Region: Mürzsteger Alpen
Charakter: Wandertour
Dauer: 3 + 3 = 6 Stunden
Höhendifferenz: 1130 m im Auf- u. Abstieg
Streckenlänge: 7 km
Schroff und zahm: Der Gippel und seine Kontraste
Charakter: Einfache Tagestour zum markanten und aussichtsreichen Verwandlungskünstler in den Niederösterreichischen Kalkalpen
Anreise: Von NO u. NW über A1/St.Pölten, Wilhelmsburg bis St.Aegyd - dort nach links Richtung Weißenbach/Zögernitz - Von Süden über A9/S6 bis Mariazell u. St.Aegyd
In Zögernitz angekommen sind wir zunächst ehrführchtig ergriffen ob der mächtigen und imposanten Nordwand des Gippels. Kaum zu glauben, dass hier ein einfacher Weg zum nicht einmal Zweitausender führen soll. Hier gibt es übrigens auch einen Mostheurigen, den wir uns aber erst nach der Tour näher ansehen werden. Kurz nach dem Hof biegen wir bei einem Gedenkstein rechts auf eine Forstraße ab.
Am Ursprungkogel wirkt der Gippel noch immer schroff und unnahbar.
Auf dem gut markierten Wanderweg durch den Wald stoßen wir auf die "Grand"A"Wasser" Quelle (laut Schild). Nicht nur wir, auch Vierbeiner, sind darüber sehr erfreut.
Beim Treibsteig sind steilere Stellen ausreichend mit Seilen versichert.
Am Steig lichtet sich der Wald zusehends und einer der höchsten Berge Niederösterreichs erweist uns seine optische Aufwartung - der Ötscher.
Einziger Schönheitsfehler am oberen Teil des Treibsteiges sind die Stacheldrahtzäune neben dem Weg. Anhalten oder hochziehen empfiehlt sich hier nicht.
Die schmale Scharte am Gippeltörl ist mit einem Almgatter gesichert.
Die Südseite des Gippels präsentiert sich plötzlich als liebliche Alm- und Hügellandschaft. Die schroffen und steilen Felswände finden hier ein jähes Ende. Falls jemand eine dringende Postsendung dabei hat - hier ist eine einmalige Gelegenheit zur Postaufgabe.
Vom Törl aus steigen wir rechts Richtung Gippelgipfel weiter auf. Ein weiterer niederösterreichischer Gigant gewinnt, parallel mit uns, an Höhe - der höchste des Bundeslandes, der Schneeberg.
Nicht sehr bekannt, aber mitunter doch rege besucht - der Gippel.
Ein herrlicher Panoramablick vom Gipfel. Im Nordwestlichen Talbecken liegt Kernhof. Links im Hintergrund erhebt sich der Ötscher.
Die Niederösterreichischen Bergkolosse reihen sich hier auf - neben Schneeberg, Ötscher nun auch die nordwest Wände der Raxalpe.
Beim Abstieg müssen wir die faszinierenden helmförmigen Blauen Eisenhutblüten näher betrachten. Bis zum Törl steigen wir weiter ab, zweigen dann aber rechts, Richtung Halterhütte ab.
Die Halterhütte auf der Gippelalm bietet sich für eine kulinarische Stärkung wunderbar an (Sa., So. u. Feiertags),
Während des Abstiegs im Bereich Ursprungskogel blicken wir im stimmungsvollen Abendlicht noch einmal zur schroffen, steilen Gippel-Nordwand zurück.