
KÄRNTEN - Millstätter See - Goldeck

Tour:
Goldeck
Region: Millstätter See
Charakter:
Familien- & Wandertour; Panoramaweg über Goldeck u. Martennock
Anreise: auf der A10 bis Spittal an der Drau, weiter zur Talstation der Goldeckbahn
Höhendifferenz: ca. 200 m im Auf- und Abstieg
Gehzeit: 2 1/2 Stunden
Die Gipfelpanoramatour zum Goldeck beginnt bei der Talstation der Goldeckbahn. Die Seilbahnstation liegt am Ortsrand von Spittal an der Drau am Fusse des Goldecks. Die Bahn fährt ab 9:00 jede halbe Stunde aufwärts.
Während der Fahrt aufwärts zur Mittelstation breitet sich unten Spittal an der Drau aus. Dahinter im Nord-Osten liegt der Tschiernock als Begrenzung der Nockberge. Im Westen sieht man die Reisseckgruppe.
Da sich zwischen Spittal an der Drau und dem Millstätter See eine zwei Kilometer breite Hochfläche befindet, zeigt sich der See erst nach der Mittelstation.
Direkt bei der Bergstation der Goldeckbahn beginnt der Wanderweg aufwärts zum Goldeckgipfel. Gegenüber sieht man die beeindruckende Eckwand sowie die Ausläufer der Staff.
Der Weg führt über eine Forststrasse aufwärts Richtung Gipfel. Man sieht im Süden die Eckwand (2.221) und die Staff (2.218). Hinter diesen charakteristisch geformten Felsgipfeln liegt der Weissensee. Diese Gipfel gehören ebenso wie das Goldeck zu den Gailtaler Alpen.
Der Gipfel des Goldecks ist nach etwa zwanzig Minuten Gehzeit erreicht. Aufgrund des weiten Rundblicks und der leichten Erreichbarkeit ist das Goldeck sehr beliebt.
Unten im Tal liegt Spittal an der Drau. Hinter dem Millstätter See ragen die Nockberg mit dem Tschiernock als süd-westlichstem Ausläufer empor.
Östlich vom Tschiernock breitet sich der Lammersdorfer Berg aus. Beide Berge gehören zu den Nockbergen in den Gurktaler Alpen. Zwischen den beiden Bergen sieht man den Rosennock und die Turracher Höhe.
Im Süd-Osten ist das Ziel der Wanderung, das Martennock gut zu erkennen. Dahinter sieht man vom Mirnock bis zur Gerlitzen, dem Mittagskogel und dem Dobratsch. Im Tal dazwischen liegt Villach.
Die Reisseckgruppe mit dem Reisseck (2.985) als höchstem Gipfel liegt nördlich des Mölltals. Die Möll entspringt an der Pasterze und fliesst in den Hauptfluss Kärntens, die Drau.
Im Süden sieht man die nahgelegenen Gipfel der Gailtaler Alpen gut, welche das Goldeck im Norden begrenzen. Dahinter ragen die Karnischen Alpen in die Höhe. Zwischen diesen beiden Berggruppen fliesst die Gail, welche ebenfalls in die Kärntner Drau mündet.
Nach den herrlichen Ausblicken beginnt der Abstieg zur Goldeckhütte. Über einen markierten Steig geht es abwärts. Gutes Schuhwerk ist für den Weg empfehlenswert.
Der Weg zur Goldeckhütte führt oberhalb der Baumgrenze entlang. Der Blick zur Hütte und zum Millstätter See begleitet einen abwärts.
Im Tal sieht man den Ort Seeboden im Westen des Millstätter Sees. Dahinter erhebt sich der Tschiernock. Im Nord-Osten vom Tschiernock sieht man die Millstätter Alpe und den Lammersdorfer Berg.
Bei der Goldeckhütte kann man eine Pause einlegen und eine kleine Stärkung zu sich nehmen.
Nach der wohlverdienten Rast auf der Hütte führt der Wanderweg aufwärts in Richtung Martenock.
Den Gipfel des Martennock zum Greifen nahe wandert man stetig aufwärts.
Unten im Tal liegt die Stadt Spittal an der Drau. Sie entstand an einem wichtigen europäischen Handelsweg. Dieser führte von Venedig über Villach nach Salzburg und von dort weiter nach Deutschland. Bereits in der Römerzeit gab es eine Brücke in der Stadt. Dort wurde um 1191 ein Hospital gegründet. Aus der „Markt beim Hospital“ entstand der Name Spittal.
Je näher der Martennock-Gipfel rückt, desto besser überblickt man nun auch den östlichen Teil des Millstätter Sees. Dahinter ragen der Lammersdorfer Berg, der Rosennock, die Turracher Höhe und im Osten des Sees der Mirnock empor.
Auf dem Martennock wird man von einem riesigen Gipfelkreuz begrüsst. Auch wenn der Name täuscht, gehört dieser Berg nicht zu den Nockbergen. Da auch das Martenock die klassische runde Nockform hat, wurde er von der Bevölkerung unabhängig von seiner geographischen Lage als „Nock“ angesehen.
Vom Martennock geht es am Höhenrücken zurück in Richtung Goldeck. Im Osten des Martenock sieht man bis nach Villach.
Zur Bergstation zurück wandert man entweder wieder über den Gipfel des Goldecks oder am südlichen Hang entlang. Das schöne Panorama der Gailtaler Alpen kann man in jedem Fall noch geniessen.
Die Bahn nach Spittal an der Drau fährt jeweils eine Viertelstunde nach und vor der vollen Stunde abwärts. Die letzte Gondel um 17:15 sollte man nicht versäumen.
Bei der Talfahrt kann man den Gipfel des Goldecks noch einmal von unten betrachten. Die Erinnerungen an die beeindruckende Bergkulisse werden noch lange Bestehen bleiben.