KÄRNTEN - Irschen - Natur- u. Kräuterdorf

Tour: Irschen / Natur- u. Kräuterdorf
Region: Kreuzeckgruppe
Charakter: Familien- / Wandertour
Dauer: 3 1/2 Stunden
Höhendifferenz: ca. 350 m


Charakter: Bergdörfer-Panoramatour durch die Irschener Kräuterwelt Anreise: Von Spittal a.d. Drau oder Lienz ins Oberdrautal - Abzweig Irschen Beste Jahreszeit: März - Oktober

Nördlich der Drau, an den südlichen Ausläufern der Hohen Tauern, befindet sich das Bergdorf Irschen. Es liegt in der Kreuzeckgruppe auf 809 m Seehöhe. Das Dorf trägt den Beinamen „Kräuterdorf“. Das seit Jahrhunderten bekannte Wissen über Kräuter wird hier erhalten und mit neuesten Erkenntnissen verbunden. Das Leben im Einklang mit der Natur ist ein wichtiger Wert für das Dorf Irschen.

Die Tour beginnt bei der Kirche St.Dionysius in Irschen. Dionysius, der Apostelschüler und Missionar bekehrte in Gallien und Paris viele zum Glauben an Christus. Nach der Legende legten Feinde ihre Waffen nieder, weil sie von seinem Anblick derart fasziniert waren. Dionysius gilt heute als Nothelfer für Kopfweh und Kopfkrankheiten.

Die Schönheit des Dionysius wurde ihm von Maria, der Mutter Jesu, die er besucht hatte, übertragen. Der neidische Teufel verklagte ihn, worauf er gefangen genommen und enthauptet wurde. Dionysius nahm seinen Kopf in die Hände und ging noch zwei Meilen dorthin, wo er von einer frommen Matrone, an dem von ihm gewünschten Ort, begraben wurde.

Direkt hinter der Kirche liegt das Kräuterhaus „Pfarrstadl“. Es präsentiert die vielfältigen Kräuterstationen. Man kann hier Interessantes über Kräuter und ihre Wirkungsweise lernen - von der Nutzung als altbewährte Hausmittel bis zum Einsatz im Wellnesssbereich. Es wird auch über die Geschichte der Kräuter berichtet.

Es gibt im „Pfarrstadl“ liebevoll gestaltete Ansichten, die einen Eindruck über das einstige Leben in der Gegend vermitteln. Der Einsatz von Kräutern in der Küche hat lange Tradition. Das Wissen um die Wirksamkeit von Kräutern für die Verdauungsanregung oder sonstige Heilwirkungen war früher weit verbreitet. Weiters verbessern Kräuter den Duft und den Geschmack vieler Speisen.

Eine Duftorgel lädt zum riechen wunderbarer Kräuterdüfte ein. Eine schöne Einstimmung auf die Wandertour durch eine für alle Sinne faszinierende Gegend.

Im Kräutershop kann man Produkte aus dem Ort erwerben. Beispielsweise gibt es Kräuterliköre und -schnäpse. Deren Rezepte wurden über viele Jahrhunderte hinweg mündlich überliefert. Weiters kann man Produkte zur Hautpflege oder Tees mit Kräutern aus der Umgebung erwerben.

Geht man beim Kirchenhof hinaus so liegt auf der anderen Straßenseite der Heilgarten der Alpen - ein Schaugarten. Schöne Blumen und Kräuter begleiten auf dem Weg durch den duftenden Garten. Man kann hier die wichtigsten Heilpflanzen der Alpen sehen.

Im Heilgarten der Alpen steht die größte Kräutervase der Welt. Sie hat eine Höhe von 5,5 Metern. Der Durchmesser beträgt am Boden 2 Meter und an der breitesten Stelle 3,5 Meter. Die Vase wurde für das Guiness Buch der Rekorde angemeldet.

Der Weg führt zunächst die Straße entlang aufwärts, bis man zu einer Kreuzung kommt. Bei der Kapelle lohnt ein kurzer Abstecher hinunter zum Kräuter-Kraft-Kreis.

Der Kräuter-Kraft-Kreis möchte zur Rückbesinnung auf die vier Urelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft einladen. Dargestellt sind diese Elemente in Form von künstlerisch bearbeiteten Holzsäulen. Der Boden des Kreises verbindet durch verschiedene Farben die vier Urelemente.

Die Säulen symbolisieren die vier Urelemente. Feuer wird durch Früchte symbolisiert, Wasser in Form von Blättern, die Erde durch Wurzeln und das Symbol Luft durch Blüten. Die Lage des Kräuter-Kraft-Kreises knapp oberhalb des Dorfzentrums trägt sicher noch zusätzlich zu der Aura bei. Danach geht man wieder hinauf zur Straßenkreuzung und geht rechts an der Kapelle vorbei weiter aufwärts.

Es geht die Straße hinauf in Serpentinen. Der Ausblick in die Gailtaler Alpen auf der gegenüber liegenden Bergseite und hinunter in das Drautal wird immer beeindruckender. Die Drau ist der Hauptfluß Kärntens und alle Gewässer Kärntens fließen ihr zu.

Auf dem Weg sieht man immer wieder die für diese Gegend typische Hilge. Hier wurde früher das Heu eingelagert. Sehr positiv war die gute Durchlüftung, durch die offene Bauweise.

Nach einem kurzen Anstieg erreicht man ein altes Bauernhaus. Hier befindet sich die Irschener Zwergenwand. Liebevoll sind hier dutzende kleine Zwerge auf einer Steinwand mit Blumenschmuck angeordnet. Ein Erlebnis - nicht nur für Kinder.

Geht man die Straße weiter erreicht man den wohl schönsten Panoramablick auf der Tour. Hinten rechts sieht man in die Lienzer Dolomiten auf den Hochstadel (2.680m). Rechts unten liegt das Dorf Oberdrauburg, welches sich knapp vor Lienz befindet. Das Bergkräuterdorf Irschen selbst liegt in der Kreuzeckgruppe. Gegenüber der Blick in die Gailtaler Alpen.

Nach dem Bergdorf Leppen führt von der Straße ein Fußweg rechts in den Wald hinein. Man folgt der Markierung Richtung Griebitsch. Nach kurzer Zeit quert man den Mödritschbach über eine Holzbrücke.

Die Gailtaler Alpen auf der gegenüberliegenden Seite erstrecken sich von Lesach-, Ober und Untergailtal bis nach Villach.

Auf dem Weg begleitet den Wanderer eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt.

Nach kurzem Anstieg erreicht man eine Straßenkreuzung wo eine Bank neben der Kapelle zur Rast einlädt. Von hier führt ein Weg aufwärts zur Griebitsch Alm (1h). Die Bergdörfer-Panoramatour führt allerdings rechts die Straße entlang zu Rosmarie`s Kräutergarten.

Unbedingt empfehlenswert ist eine Besichtigung des Kräutergarten`s der Bergbäuerin Rosmarie. Der Garten ist 700m² groß und gut beschildert. In Handarbeit werden vor allem für geschmackvolle Teemischungen Kräuter kultiviert. Bei rechtzeitiger Anmeldung ist eine Führung mit der Bäuerin möglich.

Nach der Kräutergartenbesichtigung führt der Weg abwärts durch Natur-Blumenwiesen zurück nach Irschen.