NIEDERÖSTERREICH - Laimbach/Waldviertel - Peilstein

 

Tour: Peilstein
Region:
Laimbach/Waldviertel
Charakter: Wandertour;
Peilstein Gipfelerlebnis; 2-Tälerblick ins Ysper- und Weitental
Dauer:
3 Stunden
Höhendifferenz:
ca. 550 m im Auf- und Abstieg

Anreise: über A1 bis Ybbs und B36, oder bis Melk und B216 - weiter bis Laimbach


Der Ort Laimbach, im Südlichen Waldviertel, liegt am Fusse des höchsten Berges der Region, dem Peilstein. Ausgangspunkt der Tour ist das Ortszentrum von Laimbach. Von der Pfarrkirche aus geht man in südlicher Richtung auf der Hauptstrasse entlang.

Kurz nach der Pfarrkirche verläßt man die Hauptstrasse in Richtung Münichreith. Von hier ist der Gipfel des Kleinen Peilstein mit seinem markanten Gipfelkreuz bereits gut zu erkennen.

Nach einem leichten Anstieg auf der Landstrasse zweigt der Wanderweg bald nach rechts ab. Nun geht es hinauf auf den Ostrong, mit seiner höchsten Erhebung, dem Peilstein. Erwähnt wird der Ostrong erstmals im Jahr 1379 unter der Bezeichnung „Oestragen“.

Im Tal sieht man den Ort Laimbach. Dahinter breitet sich der Weinsberger Wald aus. Dabei handelt es sich um ein Granitplateau, in welchem Flüsse, wie die Ysper entspringen. Der Weinsberger Wald ist das grösste geschlossene Waldgebiet von Österreich.

Eine Wanderung auf den Peilstein kann man zu allen Jahreszeiten unternehmen. Die bunten Laubbäume des Herbstes bieten eine besonders beeindruckende Wanderkulisse.

Bei der Wegteilung kann man sich für einen kürzeren, aber steileren, oder längeren und sanfteren Anstieg zum Peilstein entscheiden. Wir wählen im Aufstieg die steilere und im Abstieg die sanftere Variante. Im Winter empfiehlt sich die „sanfte“ Tour.

Durch den Wald geht es nun etwas steiler aufwärts. Über einen Felsenweg geht es zur Blockhalde. Man wandert bis zu einem Hochstand am Fusse der Schneidermauer.

Beim Hochstand sollte man sich die Aussicht nicht entgehen lassen. Der Zwei-Täler-Blick ins Ysper- und Weitental ist in jedem Fall beeindruckend.

Unten im Tal sieht man den Ausgangspunkt der Tour, den Ort Laimbach. Laimbach wird erstmals 1144 als Ober- und Unterlaimbach erwähnt. Die beiden Ortschaften sind dann wahrscheinlich zu einer Markt zusammengewachsen. Der Ortsname leitet sich von der Bedeutung „Bach mit lehmigem Wasser ab“.

Nach einem kurzen Anstieg durch den Wald gelangt man zu einer Forststrasse. Von hier hat man wieder einen guten Ausblick zum Gipfel des Kleinen Peilstein. Der Name Peilstein wird häufig für spitze oder felswandige Berge verwendet.

Nun heisst es noch einmal steiler aufwärts marschieren. Der weite Blick ins Land begleitet während des Anstieges.

Den höchsten Punkt der Wanderung hat man auf dem Kleinen Peilstein zwar nicht erreicht. Den Punkt mit der schönsten Aussicht aber in jedem Fall. Hier ist das Ende des Ostrong erreicht. Dieser Höhenrücken beginnt an der Donau und trennt das Yspertal vom Weitental. An der Wasserscheide der zwei Flüsse bricht der Ostrong, am Peilstein, abrupt ab.

Im Nord-Westen eröffnet sich ein schöner Blick ins Yspertal und zum Kaltenberg.

Hinter Laimbach sieht man bereits hinauf ins Nördliche Waldviertel. Der Weinsberger Wald mit dem Ochsenstrauss (1.022) ist gut zu überblicken. Auch Gutenbrunn mit seinem weitläufigen Langlaufgebiet kann man vom Gipfel erkennen.

Für die Herleitung des Namen Peilstein werden je nach Sprachwurzel Begriffe wie„Pfahl, Pflock“, oder „Keule, Stampfer“ genannt.

Im Süd-Osten kann man die, auf der anderen Seite der Donau gelegenen, ersten Gipfel des Niederösterreichischen Voralpenlandes erkennen.

Angeblich ist der Ort Laimbach durch die Ansiedlung von zugewanderten Schwaben unter den Babenbergern entstanden. Man nimmt an, dass diese ersten Siedler Holzfäller waren.

Einer Sage nach ist der Ostrong innen hohl und ein riesiger See soll sich in ihm befinden. Ein gewaltiger Fisch, der in dem See wohnt, versucht seit langem aus seinem Gefängnis im Berg zu entkommen. Sollte ihm dies einmal gelingen, wird das Wasser des Sees sich ins Tale ergiessen. Die Menschen, sagt man, werden dabei ertrinken.

Der höchste Punkt des Ostrong, der Grosse Peilstein, ist etwas unscheinbar. Eine Schale, vermutlich einst eine Opferschale, ist in den moosbewachsenen Felsen am Gipfel zu erkennen. Der Ostrong ist übrigens als einziger Berg im Yspertal aus Schiefergneis aufgebaut. Das ansonsten vorherrschende Gestein ist der Weinsberger Granit.

Kaiser Franz der I., liess sich einst eine Aussichtswarte, hier errichten. Heute hat man von dem mit dichtem Wald bewachsenen Gipfel keine nenneswerte Aussicht mehr. Der Wanderweg über den gesamten Höhenrücken, den sich der Kaiser ebenfalls anlegen liess, wird heute gerne begangen.

Vom Peilstein wandert man nun zunächst auf einem Waldweg und dann auf einer Forststrasse gemächlich abwärts. Immer wieder eröffnen sich schöne Blicke ins Tal und in die angrenzenden weitläufigen Hügel des Waldviertels.

Auf einer sanft abfallenden Forststrasse geht es weiter abwärts.

Die Wegteilung des Variantenweges zum Gipfel wird wieder erreicht. Von hier führt der Weg nun in der schon bekannten Routenführung zurück nach Laimbach.

Laimbach rückt immer näher. Hinter der Ortschaft kann man den Höhenrücken des Geissberges erkennen.

Das „Pfiat di Gott Marterl“ kurz vor dem Ende der Wanderung lädt zu einem gemütlichen Abschiednehmen nach einem interessanten Wandertag ein.