STEIERMARK - Hochschwab - Sonnschienalm

plan sonnschienalm

Tour: Sonnschienalm
Region: Hochschwab
Charakter: Familien- / Wandertour
Dauer: 5 - 6 Stunden
Höhendifferenz: ca. 700 m im Auf- und Abstieg

Charakter: Almtagestour vom Schmelzwassersee zum wärmsten Bergsee Europas

Anreise: Über die S6, Abfahrt Bruck a. d. Mur, weiter Richtung Tragöss "Grüner See" bis zum Parkplatz Jassing

Die Wanderung beginnt am Parkplatz Jassing. Am Ortsende von Tragöß den Parkplatz (Tagesticket lösen) vorbei und dann rechts beim Grünen See, entlang der Forststrasse durch das Tragößtal. Nach passieren von Pfarrerlacke und Pfarreralm, gelangt man nach ca. 20 Minunten zum Parkplatz Jassing.

Nachdem man das Auto am Parkplatz zurückgelassen hat erreicht man nach wenigen Metern den ersten Abzweig. Links geht es in den Jassinggraben, in einen Almboden. Die geplante Route führt rechts aufwärts entlang der Russenstrasse (Weg Nr. 836) Richtung Sonnschienhütte.

Nach kurzer Gehzeit erreicht man eine Quelle. Hier kann man noch einmal seinen Wasservorrat auffüllen oder sich einfach nur etwas erfrischen. Der Hochschwab ist übrigens ein erstklassiger Wasserlieferant für die Städte Graz und Wien.

Der Weg führt zunächst im schattigen Wald gemächlich ansteigend, vorbei am Wasserstein, bis hinauf zum Waldboden auf 1.000m.

Die Russenstrasse geht es nun in sanften Kehren entlang - rechts vorbei unterhalb des Pribitztörls und links um die Stallmauer herum - aufwärts. Langsam wird der Wald lichter und das Panorama immer beeindruckender. Der Hochschwabstock bildet übrigens ein Hochgebirge mit ausgeprägtem Karstcharakter. Von den Einheimischen wird er liebevoll „Schwob“ genannt.

Am Lawinengang hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Griesmauer und den Trenchtling (links), dessen höchster Gipfel das Hochtor mit 2.081 m ist.

Am Sonnschientörl lädt ein gemütliches Bankerl zu einer kurzen Rast ein. Manchmal kann auch auf dieser Höhe, im Sommer, große Hitze herrschen. Wichtig ist deshalb genug zu Trinken und auch eine Kleinigkeit zum Essen dabei zu haben. Neben einer Sonnencreme sollte auch auf eine Kopfbedeckung nicht vergessen werden.

Entlang der schroffen Hochschwabwände geht es vorbei am Pribitztörl (1.584m). Die Tour ist übrigens für Kinder und Hunde durchaus gut geeignet, da es keine gefährlichen Passagen gibt. Eine gute Kondition sollte man aber mitbringen - gilt es doch über 700 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Auf einer Höhe von knapp unter 1.500 Metern sehen wir erstmals das Gipfelpanorama der Sonnschienalm. Links der Ebenstein (2.123 m) und rechts der Polster. Der Ebenstein ist von der Sonnschienalm über einen Wanderweg in gut zwei Stunden erreichbar. Es geht nun eben, entlang des Wanderweges, zur Sonnschienalm.

Unten die Sonnschienalm, mit der Schutzhütte links hinten und einigen Sennhütten davor. Dahinter das Hochschwabmassiv mit dem markant geformeten Ebenstein und dem Polster.

Auf den sanften Hügeln des Sonnschienplateaus blühen hier übrigens von Mai bis in den Hochsommer viele unterschiedliche Alpenblumen.

Die Sonnschienalm lädt zu einer ausführlichen Rast ein. Auf der Sonnschienhütte gibt es warme und kalte Speisen sowie Getränke. Wer möchte kann hier übernachten.

Nach der Sonnschienalm wählt man den Weitwanderweg 801 Richtung Häuslalm. Weiter geht es nun über einen gemütlichen, fast ebenen Steig bis zum Sackwiesensee. Der Weg führt durch Wiesen und Wälder. Im Hintergrund zunächst der Polster und dann die Seemauer.

Kurz nach dem Filzmoos gelangt man auf eine Forststrasse, der man nach rechts folgt.

Bald erreicht man den Abzweig "Sackwiesensee", der nach links führt. Man kann den See umrunden, oder nach einem Abstecher, der sich in jedem Fall lohnt, wieder beim Abzweig gerade aus weitergehen.

Der Sackwiesensee bietet eine herrliche Abkühlungsmöglichkeit. Der wärmste Bergsee Europas wird auch gerne als Badesee genützt. Im Hintergrund ragt die Seemauer empor.

Weiter geht es bis zur Sackwiesenalm, wo eine Jausenstation zur Rast einlädt.

Der Weg führt weiter geradeaus aufwärts zur Häuslalm.

Von der Häuslalm kann man in einer Tagestour den Gipfel des Hochschwabs auf 2.277m erreichen. Hierzu sind Kondition, Erfahrung und entsprechende Zeit nötig.

Von der Häuslalm hat man einen sehr schönen Blick hinunter in den Sackwaldboden.

Unser Weg führt nun von der Häuslalm, ein kurzes Stück den gleichen Weg zurück und dann scharf nach links entlang der Rundwegvariante am Weg Nr. 838 Richtung Plotschboden-Klamm-Tragöß.

Es geht nun knapp oberhalb des schönen Plotschbodens entlang hinunter Richtung Klamm.

Der Weg wird nun langsam steiler. Über Serpentinen geht es durch den Wald abwärts.

Im Hintergrund sind die atemberaubenden Wände der Klamm zu sehen.

Kurz vor dem Klammboden folgt noch ein Abzweig. Man wählt hier die Richtung Tragöß, den Weg Nr. 837 weiter abwärts.

Durch den Klammboden geht es einen Weidegrund entlang, am Boden des Felskessels, bis zur Klamm.

Durch ein Drehkreuz betritt man die malerische Klamm, eine enge Felsschlucht.

In der Klamm folgen atemberaubende Blicke auf die Hochschwabwände der Messnerin (1.835 m).

Entlang der Klamm kann man sich im Bach erfrischen. Danach geht es leicht bergauf bis zur Klammhöhe.

Weiter geht es Richtung Tragöß - Grüner See abwärts. Bei ausreichenden Zeitreserven empfiehlt sich ein Abstecher in die Ortschaft.

Der Grüne See, ein Naturwunder, ist ein reiner Schmelzwassersee, der sich im Frühjahr mit glasklarem Schmelzwasser füllt. Bei einem regenarmen Sommer, verschwindet der See im Herbst fast komplett. Nach einem anstregenden Tag kann man am Grünen See rasten, zumindest ein Kräftiger muss aber von hier noch aufwärts zum Parkplatz Jassing marschieren.